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Fronleichnam

Das Hochfest des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesus Christus, auch als Fronleichnam bezeichnet, stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von „Gemeinschaftlich leben – Gemeinschaft feiern!“ So wurde dieses hohe Fest der Katholischen Kirche heuer für die ganze Pfarreiengemeinschaft Langenfeld in Wanderath vorbereitet und ausgerichtet.

 

Bereits in den Tagen zuvor hatten sich junge Menschen aus den Filialorten der Pfarrei Wanderath auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen in die Natur begeben, um traditionell bunte Blüten zu sammeln. Diese werden nach altem Brauch zum Herstellen der Blumenornamente benötigt, um den Außenaltar an der Kirche und die beiden Altäre zu schmücken, an denen während der Prozession Evangelien verlesen, Fürbitten vorgetragen und der sakramentale Segen gespendet wird.

Bereits um sechs Uhr in der Frühe begannen am Festtag die Vorbereitungen. Mit viel handwerklichem und künstlerischem Geschick wurden die Altäre aufgebaut und die Blütenbilder arrangiert. Pünktlich und mit genügend zeitlichem Vorlauf war dank der guten Arbeit der jungen Leute alles auf das Beste bereitet. Natürlich hatte auch das gute Wetter an diesem Morgen einen entscheidenden Anteil am guten Gelingen. So konnte Pfarrer Monsignore Schrupp bei strahlendem Sonnenschein den Gottesdienst eröffnen, zu dem zahlreiche Besucher gekommen waren. Der Einladung an die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft waren ebenfalls viele Angehörige der Pfarreien Kirchwald und Langenfeld gefolgt und hatten den Weg nach Wanderath gefunden. Auch der überwiegende Teil der Kinder, die in diesem Jahr das Sakrament der 1. Heiligen Kommunion empfangen hatten, war an diesem Tag in festlicher Kleidung erschienen, um dem Herrn die Ehre zu erweisen und das Allerheiligste in der Prozession zu begleiten.

Da man bei einem Gottesdienst im Außengelände in unserer Pfarreiengemeinschaft nicht mit Orgelspiel aufwarten kann, übernahm ein Blasorchester mit Mitgliedern der Musikvereine „St. Valerius“ Baar und „Harmonie“ Langenfeld sowie der Kirchenchor „St. Cäcilia“ Wanderath – Baar die musikalische Gestaltung während der Eucharistiefeier und während der Prozessionalt.altaltaltalt

Nach der heiligen Messe formierte sich dann die Prozession, bei der das Allerheiligste in einer Monstranz durch die Straßen getragen und öffentlich gezeigt wird. Nach alter Tradition wird die Monstranz dabei von einem „Himmel“ genannten Stoffbaldachin beschirmt. Dieser wurde zum Fest von vier Feuerwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Baar getragen.


Mit Gebet und Gesang erreichte die Prozession den ersten und den zweiten Altar, wo aus der Heiligen Schrift Evangelien verlesen wurden. Auch Fürbitten als das Gebet der versammelten Gemeinde in besonderen Anliegen gehören zum Bestandteil der besonderen liturgischen Form an Fronleichnam wurden in liturgischer Gesangsform vorgetragen. Abschließend wird an jedem Altar der sakramentale Segen gespendet und so Natur, Land und Volk unter den besonderen Schutz Gottes gestellt. Bei diesen außerordentlichen gottesdienstlichen Feiern unterstreicht der Einsatz von Weihrauch den besonderen festlichen und feierlichen Rahmen.

Mit dem Erreichen der Kirche wurde der feierliche Abschluss der Fronleichnamsliturgie eingeleitet. Im Namen des neu gewählten Kirchengemeinderates dankte eines seiner Mitglieder im Namen der ganzen Pfarrgemeinde allen, die mit ihrem Einsatz und mit ihrem Engagement zur Durchführung dieses hohen Glaubensfestes in der gezeigten Form beigetragen haben. Besonderer Dank galt dabei den Kommunionkindern und auch den zahlreichen Besuchern aus den beiden Pfarreien Langenfeld und Kirchwald, die neben Wanderath der Pfarreiengemeinschaft angehören.

Kraftvoll stimmten danach die versammelten Gläubigen in den großen Lobgesang der Katholischen Kirche, dem „Te Deum“, ein. Unterstützt vom Schellengeläut der Ministranten und der kräftigen Begleitung durch das Blasorchester sowie des Chores war die Kirche erfüllt vom Gesang des Liedes „Großer Gott, wir loben Dich“.
Nach dem Ritus einer der Trierer Sonderformen des sakramentalen Segens, dem „Defensor – Segen“, spendete Monsignore Schrupp den sakramentalen Segen mit dem in der Monstranz gezeigten Allerheiligsten. Damit beschloss er die liturgischen Feierlichkeiten zum Hochfest des Leibes und Blutes unseres Herrn Jesus Christus.

Auch an dieser Stelle sei noch einmal allen ganz herzlich gedankt, die zur Schönheit dieses Festes beigetragen haben. Dabei seien besonders noch einmal die Jugendlichen und jungen Erwachsenen erwähnt, die an der Errichtung und Gestaltung der Altäre mitgewirkt haben. Auch den jungen Männern, die den Weg der Prozession vom Glockenturm aus mit manuell ausgeführtem Glockengeläut begleitet haben, ein herzliches Dankeschön! Das große positive Echo zum Fronleichnamsfest in diesem Jahr in Wanderath, das ganz speziell und ausdrücklich von den Besuchern der anderen Pfarreien ausgesprochen wurde, ist nicht zuletzt auch ihrem Einsatz zu verdanken.

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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 09. Mai 2017 um 11:29 Uhr