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Messdiener der Pfarreiengemeinschaft besuchten Banneux und Remouchamps in Belgien

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Nach diesem Motto fand am Samstag, dem 26. Oktober der verlegte Messdienertag statt.
Mit dem Start um 08:15 Uhr in Kirchwald ging es über Langenfeld und Wanderath mit dem Bus zum ersten Ziel der Reise, dem Marienwallfahrtsort Banneux in den belgischen Ardennen.
In den Monaten Januar bis März des Jahres 1933 erschien dort in Banneux der damals zwölfjährigen Mariette Beco die Gottesmutter Maria insgesamt acht Mal und erbat immer wieder oftmaliges und häufiges Gebet.
Bei der zweiten Erscheinung führt sie das Kind zu einer Quelle und fordert die Menschen durch das Kind auf, die Hände in das Wasser tauchen. Dabei bestimmt sie, dass diese Quelle Ihr vorbehalten ist. Dabei sagt sie über sich selbst: „Ich bin die Jungfrau der Armen!“
Bei der vierten Erscheinung wünschte sich die Gottesmutter den Bau einer kleinen Kapelle. Diesem Wunsch wurde so nachgekommen und eine wirklich kleine Kapelle an der Stelle der ersten Erscheinung errichtet.
Bei der sechsten Erscheinung vertraute die Gottesmutter dem Kind ein Geheimnis an, welches Mariette für immer bewahrte und selbst über den Tod hinaus nicht preis gab.
Immer wieder führte Maria das Kind zur Quelle, wo sie sich am 02. März 1933 von dem Kind mit den Worten verabschiedet: „Ich bin die Mutter des Erlösers, die Muttergottes. Betet viel. Adieu!“

 


Marietta lebte fortan ihr eigenes, ganz weltliches Leben. Sie sagte von sich selbst: „Ich bin nur die Überbringerin der Botschaft der Gottesmutter, nicht mehr und nicht weniger.“
Mariette starb 2011 im Alter von 90 Jahren im „Pflegeheim der Jungfrau der Armen“ in Banneux.

Über diese Erscheinungen und den Geist, der von Banneux ausgeht, wurde zunächst in einem Film informiert, der auf den weiteren Besuch einstimmte. Nach der eigenständig durchgeführten Mittagspause begann an der Erscheinungskapelle eine eigens für die Gruppe durchgeführte Führung, die eindrucksvoll die Geschehnisse unmittelbar vor Ort deutlich und anschaulich machte. Am Ende beteten alle an der Quelle die Anrufungen von Banneux und sangen gemeinsam das Lied „Segne Du Maria“ – ein wirklich bewegender Moment dieses Besuches. Für die Gruppe überreichte die mit der Führung beauftragte Mme. Halmes noch eine Tasche mit einem Halstuch für jeden und einer Taschenkarte mit den Texten der Erscheinungen zur Erinnerung an diesen Besuch in Banneux.

Mit dem Bus ging es weiter in den ca. 7 Kilometer von Banneux entfernt liegenden Ort Remouchamps. Dort befindet sich eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Europas, wie der „Guide“ zu berichten wusste. Über viele Auf und Abs, über viele Stufen und mehrere Treppen wurden die Teilnehmer der Besichtigung an aus Tropfsteinen geformten Kaskaden, Stalagmiten und Stalagtiten vorbei geleitet. Auch wie man sich ganz einfach merken kann, wie man richtig von unten nach oben und von oben nach unten wachsende Formationen benennt, konnte bei der humorvollen Führung gelernt werden.
Bis zu 75 Meter unter der Erdoberfläche erstreckt sich die Höhle, deren größter „Raum“ der sogenannte „Dom“ oder auch „Kathedrale“ genannt wird. 45 Meter hoch und nach Angaben des Führers in seiner größten Ausdehnung 60 Meter breit bildet dieser Raum den Höhepunkt der Führung.
Einzigartig in Europa ist die ca. 800 Meter lange Rückfahrt mit einem Boot auf dem unterirdischen Wasserlauf, der von den Einheimischen auch „Rubikon“ genannt wird. Gekonnt wurde das Boot mit Holzstäben von den zwei Bootsführern durch den engen und mit zum Teil sehr niedriger Deckenhöhe versehene, unterirdisch verlaufenden Wasserweg gesteuert, so dass alle heil und unversehrt das Tageslicht wieder erblicken konnten. Ein eindrucksvolles Erlebnis, dass bis zu 750.000 Jahre Erdgeschichte anschaulich gemacht hat.

Am Abend erreichte die Gruppe Wanderath, wo schon das Abendessen bereitet war. Diakon Bach, dem seit seinem Dienstantritt in der Pfarreiengemeinschaft vor nun bereits sechs Jahren der Bereich „Ministranten“ anvertraut ist und der auch für diesen Tag verantwortlich zeichnete, bedankte sich ausdrücklich bei allen, die sich um die Ministranten in der Pfarreiengemeinschaft kümmern und die für einen guten Ablauf und Diensteinsatz sorgen. Dies schloss die im Küsterdienst der Pfarreien eingesetzten Frauen genauso ein wie die Pfarrsekretärin, die ehrenamtlich in der Ausbildung unterstützenden beiden Mütter sowie die beiden jungen Erwachsenen Frauen, die sich besonders in Kirchwald um die Ministrantinnen und Ministranten kümmern und gekümmert haben. Auch Diakon Nober und vor allem Monsignore Schrupp galt herzlicher Dank, letzterem natürlich für die vielen, vielen Jahre des Kümmerns um die „Generationen“ von Ministranten, die in seiner Amtszeit als Pfarrer Messdiener waren und noch sind.
Ganz besonderer Dank galt aber den derzeit aktiven Messdienerinnen und Messdienern, die mit ihrem treuen Dienst das Gemeindeleben besonders in den Gottesdiensten bereichern.
Wie man nach Auflösung der Pfarreiengemeinschaft Langenfeld diesen Dienst in der Pfarrei der Zukunft ab dem Januar des neuen Jahres aufrechterhalten und gestalten kann, dazu wird Diakon Bach zu gegebener Zeit zu einem Gespräch einladen und gemeinsam überlegen, wie es weitergehen kann und wird. Aber heute sei es erst einmal an der Reihe, von Herzen „Danke!“ zu sagen.
Zum Abschluss überreichte er noch jedem Teilnehmer Halstuch und Gebetstaschenkarte aus Banneux und nachdem Pastor Schrupp das Tischgebet gesprochen hatte wandten sich alle mit gutem Appetit dem Abendessen zu. Nachdem auch Pastor Schrupp seinem Dank Ausdruck verliehen hatte und auch Diakon Bach für die Organisation und reibungslose Durchführung dieses Tages gedankt hatte, wurde die Heimfahrt angetreten und ein erlebnisreicher Tag für alle Beteiligten ging zu Ende. –hgb-

 

 

altaltalt

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 29. Oktober 2019 um 12:43 Uhr