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Gedanken zu Ostern

Alles was Menschen erfahren und erleiden können – davon hören wir in dieser Woche:

begeisterte Zustimmung
schlimmste Ablehnung
falsches Urteil
Verleumdung
Schmerzen
Tod

Jesus hat das alles erfahren und erlitten. Schon immer ist Tod und Leben das große Thema dieser Woche, ein Thema, das uns selten so nahe gekommen ist, wie in diesem Jahr. Wir denken an Jesus, der um all das weiß. Leiden und Tod werden nicht erklärt und weggenommen. Es ist so, wie es der Mainzer Bischof Kohlgraf in einer Rundfunksendung gesagt hat: „Gott leidet mit.“

 

Am Ende der Woche steht nicht der Karfreitag, sondern Ostern. Ostern bedeutet aber nicht einfach „alles wird gut“. Der Auferstandene bleibt der Gekreuzigte. Man könnte sagen: „Er hat nicht vergessen, was er erlitten hat.“ Nicht umsonst trägt in den Osterbildern der Auferstandene die Wunden an seinem Leib.

Unzählige Menschen haben bis heute im Blick auf den Gekreuzigten und Auferstandenen Kraft und Hoffnung erfahren, für sich selber, aber auch Kraft, sich gegenseitig im Leid beizustehen. Kraft zu kämpfen gegen Ungerechtigkeit und Erniedrigung des Menschen. Kraft zu kämpfen gegen Krankheit und Leid. Dies gehört wesentlich zur Osterbotschaft mit dazu.

„Lass uns durch sein Leiden am Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen“, so beten wir im Engel des Herrn. Jetzt in der Osterzeit endet das Gebet zum dreimaligen Läuten mit dem Wunsch, dass wir einmal zur ewigen Osterfreude gelangen.

Bleiben Sie, trotz der gebotenen Distanz, mit uns und miteinander verbunden.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Osterfest.

Pastor Josef Schrupp

Diakon Hans Georg Bach

Diakon Martin Nober

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Juni 2020 um 19:21 Uhr